Zwei-Grad-Ziel und "Paris Abkommen"

Das Zwei-Grad-Ziel basiert auf wissenschaftlichen Prognosen, die voraussagen, dass eine folgenschwere Störung des Klimasystems nur aufgehalten werden kann, wenn die durchschnittliche Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung begrenzt werden kann. Mehr → Lexikon der Klimapolitik

Das Paris-Abkommen bezeichnet den auf dem 21. Klimagipfel in Paris beschlossenen Klimaschutzvertrag, der nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2020 die internationalen Klimaschutzbemühungen regeln soll. Das Ziel des Abkommens: Die globale Erwärmung soll auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Langfristig ist eine maximale Erwärmung von 1,5 °C avisiert. Das Dokument basiert auf den freiwilligen Minderungsverpflichtungen der COP-Länder in ihren nationalen Klimaschutzplänen (INDCs/NDCs). Seit dem 4. November 2016 ist das Abkommen für die Vertragsstaaten rechtlich bindend. Mehr → Lexikon der Klimapolitik

Kohlenstoffbudget: Zum Erreichen des 2-Grad-Ziels müssen gewaltige Mengen an Öl, Kohle und Gas in der Erde bleiben. Rund 1000 Mrd. t CO2 dürften im 21 Jahrhundert emittiert werden. Das IPCC hat dazu Szenarien entwickelt: http://klimawandel-bekaempfen.dgvn.de/


Pro-Kopf dürften demnach bis 2050 pro Jahr nur rund 2,7 t CO2 in die Atmosphäre gebracht werden (ohne Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums). Derzeit: ca 7,3 t CO2 (Österreich).



Nach 2050 müsste die gesamte Energiewirtschaft vollständig dekarbonisiert sein.